AUSPROBiERT & ABGESPiELT

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Grundlagenkurs 2017/2018

 „WIR SIND DIE NEUEN“

Julia Greve, Yesim Günes, Julia Scrowske, Benjamin Liwschitz, Matthias Heurich, Johanna Kunze, Amira Mulic, Alina Konieczny, Said Rezaei, Jakob Gühring, Matilde Fratteggiani Bianchi.

Grundlagenkurs 2017_18

 

************************************************************************************************* Ab Oktober / November 2018 beginnt der neue Kurs „Methodische Grundlagen & Improvisation“.

Weitere Informationen hier

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ABGESPiELT..

LA DONNA Di GARBO

Flyer_Front_Web

MAMMA MIA!

Irrungen, Wirrungen, Schein und Sein, kleine Intrigen und die ganz große Liebe sind die Zutaten dieser Charakterstudie Carlo Goldonis, in der die emanzipierte Zofe Rosaura
im Kampf um die Liebe zu Florindo, dem Sohn eines Advokaten aus Bologna, ein raffiniertes und riskantes Spiel treibt. Mit List und Leidenschaft hält das vermeintlich einfache Mädchen aus dem Volk der Herrschaft dabei einen Spiegel vor, und gewinnt so am Ende womöglichdas Herz ihres Geliebten…

1971 am Berliner Maxim Gorki Theater erstaufgeführt, erlebt das eher weniger bekannte Lustspiel Goldonis nach 47 Jahren ein fulminantes Berlin – Comeback

Es spielten:

Laura Talenti • Tobias Jacobs • Leandra Giese • Alexander Göldner • Frauke Thiemann • Philipp Dufft • René Wolters • Daniel Wachowiak • Paul Graf • Thu-Ha Nguyen und Jonathan Forck

Inszenierung
Michael Gitter

Assistenz
Philipp Dufft • Danilo Riehn

Technische Einrichtung
Marco Uhlmann

Premiere
Donnerstag, 01. Februar 2018 – 20 Uhr (ausverkauft)

Vorstellungen
Freitag, 02. Februar & Samstag, 03. Februar jeweils 20 Uhr sowie Sonntag, 04. Februar um 16 Uhr

Donnerstag, 08. Februar • Freitag, 09. Februar • Samstag, 10. Februar jeweils 20 Uhr sowie Sonntag, 11. Februar um 16 Uhr

Donnerstag, 03. Mai • Freitag, 04. Mai • Samstag, 05. Mai jeweils 20 Uhr sowie am Sonntag, 06. Mai um 16 Uhr

************************************************************************************************* Bereit sein ist alles
Profession versus Laienspiel: Leidenschaft im Schauspiel.

Shakespeares wohl berühmteste Tragödie „Hamlet“ (1599-1602) beinhaltet nicht nur das ikonisch dialektische Zitat „Sein oder nicht sein“, sondern auch eine gerade für angehende Schauspieler wichtige Lebensweisheit: „Bereit sein ist alles.“ Über den Berliner Schauspiel- verein „Winternachtstraum e.V.“ und schauspielerische Passionen. // Daniel Wachowiak (18.07.2017).

In einem Zeitraum von circa 7-8 Monaten treffen sich einmal wöchentlich im „Theaterhaus Mitte“ bis zu 14 junge Menschen im Alter von 18-30 Jahren, um methodische Grundlagen nach Brecht, Stanislawski und Johnstone sowie die Kunst der Improvisation zu erlernen. Ihr Kursleiter Michael Gitter, Bühnenschauspieler und Schauspieldozent, achtet dabei genau auf eine spezielle Heterogenität innerhalb der Gruppe. Angehende Profis und Amateure etablie- ren dabei einen „Ensemblegeist“, der Konkurrenzgedanken und Leistungsdruck obsolet er- scheinen lassen.

Scheitern gehört dazu!

Gegründet 2003, ist der Name des Vereins Programm: Der englische Film „Ein Winter- nachtstraum“ (1995) von Kenneth Branagh erzählt die Geschichte von erfolglosen Schau- spielern bzw. Amateuren (lat. amator „Liebhaber“), die in den Proben zu einem Stück, anstatt der perfekten Bühnenkunst, etwas im Vergleich dazu viel Wichtigeres demonstrieren – Menschlichkeit.

„Wenn man das Leben darstellen will, muss man daran teilnehmen“ versichert Michael Gitter seinen jungen Schauspielern in den Kursen. Ferner sind es solche Parameter, wie etwa Bo- denhaftigkeit, eine hohe Einsatzbereitschaft und Energie (Leidenschaft), die individuelle So- zialisation in der Gruppe und der Demut vor der Bühne, die über die grundlegenden Schau- spieltechniken weit hinausgehen und im sogenannten Laienschauspiel „erfahren“ werden können.

Ein zentrales Paradigma des Kurses stellt der Begriff des „Scheiterns“ dar. Wie im realen Leben, so scheitern selbstverständlich auch die Kursteilnehmer auf den sprichwörtlichen „Brettern, die die Welt bedeuten.“ Talent allein spiegelt nach Michael Gitter dementspre- chend höchstens 6-10% des Schauspielberufes wider. Vielmehr ist es aber die fortwährende Arbeit an einem selbst, Fleiß, die nötige Hingabe und die Bereitschaft persönliche „Schwä- chen“ als Chancen anzuerkennen, die die eigentliche Arbeit des Schauspielers symbolisie- ren.

Prekäre Arbeitsbedingungen

Viele professionelle Schauspieler arbeiten freiberuflich und sind im Durchschnitt mehr als die Hälfte des Jahres ohne eine feste Anstellung. Als Folge sind der Wegfall des Arbeitslosen- geldes und die unabdingbare Altersarmut als „Schattenseiten“ dieses Berufes auszumachen. Eine Profession, die somit auch wahrlich Leiden schafft.

Ein positiver Leistungsdruck

Im Berliner Schauspielverein „Winternachtstraum“ dürfen die Schauspieler, die in der Realität oft fernab der Kunst berufliche Wege einschlagen und beispielsweise Maschinenbau studie- ren, einem Hobby „semiprofessionell“ (in einer Abschlussinszenierung etc.) nachgehen.

„Weil sie scheitern dürfen, werden sie nicht gezwungen gut zu sein“ formuliert Michael Gitter seinen Lehranspruch, und drückt letztlich somit den positiven Grundtenor des Vereins aus.

 

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